Die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland

Der damalige Innenminister des Landes Niedersachsen (Uwe Schünemann) propagierte den Zusammenschluss kleiner Leitstellen zu sogenannten Großleitstellen oder Kooperativen Großleitstellen (zusammen mit der Polizei), um kostensparend zu arbeiten und modernste Technik einsetzen zu können.
So kam es in Ostfriesland am 16 Mai 2007 zu einer gemeinsamen Absichtserklärung der Landkreise Aurich, Leer und Wittmund sowie des Niedersächsischen Innenministeriums für Inneres und Sport, eine „Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland“ zu betreiben.
Als Standort war seinerzeit noch ein Grundstück zwischen der Polizei und dem Katasteramt in Wittmund vorgesehen.
Voraussetzung war auch, dass der Landkreis Wittmund aus der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund herausgelöst und der Polizeidirektion Osnabrück zugeordnet wurde. Damit war die ostfriesische Einheit wiederhergestellt.
Eine endgültige Vereinbarung zwischen den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund wurde am 27 August 2009 geschlossen. Gleichzeitig wurde die „Satzung über die Errichtung und den Betrieb einer gemeinsamen Leitstelle des Rettungsdienstes sowie des Brandschutzes“ unterzeichnet.
Die Grundsteinlegung folgte am 05.Juli 2011. Nach einer Bauzeit von 18 Monaten erfolgte die Fertigstellung es Gebäudes.
Einen größeren Zeitraum beanspruchte der Einbau der Technik, war hier doch viel „Fein“arbeit erforderlich. Seit einigen Monaten arbeiten bereits der neue Leiter der Leitstelle, der EDV-Administrator sowie Disponenten aus Aurich, Leer und Wittmund in der neuen Leitstelle, um grundsätzliche Einstellungen vorzunehmen und insbesondere Daten einzupflegen.
     
Im unteren Bereich der Regionalleitstelle ist die Haus- und EDV- sowie Kommunikationstechnik untergebracht. Außerdem befindet sich hier ein Sonderlageraum, der im Übrigen für Dienstbesprechungen oder Vorträge genutzt werden kann. Dafür ist er mit entsprechender Präsentationstechnik ausgestattet.
Das Obergeschoss beherbergt Büros für die Datenpflege und Administratoren der Landkreise und der Polizei. Der größte Raumanteil wird natürlich vom „Herz“ der Anlage, dem Leitstellenbetriebsraum, beansprucht.
Hier stehen der Polizei und der kommunalen Seite je 5 Disponentenplätze zur Entgegennahme der Hilfe ersuchen und Notrufe so wie Alarmierung der Einsatzkräfte zur Verfügung. Zukunftsgerichtet kann der Betriebsraum um 2 Disponentenplätze erweitert werden.
Ist mit einem erhöhten Notrufaufkommen z.B.bei Extremwetterlagen zu rechnen, können 5 Ausnahme Notrufplätze besetzt werden.Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Lagen, die über einen längeren Zeitraum anhalten, weitere drei Disponentenplätze zu betreiben
 
Broschüre zur Einweihung der KRLO als PDF